Im Rahmen des Tages der Weiterbildung, stand die Zukunft der beruflichen Weiterbildung im Mittelpunkt (Mehr dazu unter: http://www.tag-der-weiterbildung.at ). Passend dazu, wurde beim Business Breakfast im WIFI Wien für Personalentscheidungsträger/-innen das Thema Business Etikette einmal anders präsentiert. Warum anders? Freya Schumann hauchte mit ihrem schauspielerischen Talent und charmantem Witz, dem „verstaubten“ Thema wieder neues Leben ein. Die rund 80 Besucher/-innen aus dem HR-Bereich zeigten sich von dem stimmungsvollen Vortrag begeistert.
Visionen, Toleranz, bewusstes Handeln, zuhören können und Selbstbewusstsein, das sind die Schwerpunkte, die das moderne Verständnis von Business Etikette ausmachen. Die Trainerin Freya Schumann versteht es, trockene Themen so zu verpacken, dass sich jede/-r in den Beispielen wiederfindet. So nimmt sich jede/-r wirkungsvolle Tipps und Tricks für die Anwendung in der Praxis mit. Die Quintessenz war: Bewährte Benimmregeln sind nicht mehr „in“. Sie gehören zu unserem Grundrepertoire im menschlichen Miteinander. Die moderne Business Etikette heißt, sich selbst kennen zu lernen, sich zu entwickeln und sich auf Werte zu besinnen. „Wir brauchen mehr Visionen im Geschäftsleben. Nicht nur die Unternehmen, sondern auch die handelnden Personen, brauchen Visionen um Kommunikation als nachhaltige Beziehungsförderung leben zu können“, so Schumann.
Was hat es mit dem „guten Auftritt“ auf sich? Schumann hat sich bei ihren Erklärungen an den Begriff „Etikett“ angelehnt. „Wie bei einer guten Flasche Wein, geht es auch bei uns Menschen darum sich ausweisen“, so Schumann. „Das Etikett gibt preis wer man ist, woher man kommt und wofür man steht.“ Für jeden Buchstaben des Wortes ETIKETT legt Schumann einen Wert fest, der später im Vortrag genauer durchleuchtet wird.
Entscheidend für den wertschätzenden Umgang miteinander sind: Ethik – Toleranz – Intelligenz – Kraft – Emotion – Team – Theater und Ehre. Bewusstes Handeln ist für Unternehmen wichtig, sollte aber auch Ziel jedes/-r Mitarbeiters/-in sein. Denn: Jeder einzelne Mitarbeiter muss sich der Tragweite seines Handelns bewusst sein und trägt zum guten Eindruck bei. „Das Image eines Unternehmens lässt sich nicht durch prunkvolle Broschüren alleine prägen, das leben der Unternehmenswerte jedes einzelnen Mitarbeiters ist ausschlaggebend“, so Schumann. Ein Tipp von Schumann: „Um den Eindruck zu erreichen, den ich möchte, muss ich mir vorher genau überlegen welches Ziel ich mit meinem Gespräch erreichen will und mich perfekt darauf vorbereiten. Nur wer weiß wohin er will, kann sein Ziel erreichen!“
„Wie wir fühlen und über uns selbst denken, das strahlen wir auch aus“, weiß die Kommunikationsexpertin Schumann. Im deutschsprachigen Raum ist die Sprache eher dramatisch geprägt. Wenn wir mit Aussagen wie „die Hand ins Feuer legen“ oder „ins Visier nehmen“ und „sich ins Zeug legen“ in Verkaufsgespräche gehen, prägt das die Stimmung von vornherein eher negativ, obwohl es gut gemeinte positive Aussagen sein sollten. Wenn wir hingegen dem/-r Kunden/-in aufmerksam zuhören und gleich von Beginn an, ihre/seine Bedürfnisse ansprechen und nicht nur unsere Produkte anpreisen, ist eine Interaktion auf einer wertschätzenden Beziehungsebene möglich.
Um im Geschäftsleben kundenorientiert zu handeln ist es wichtig, die Erwartungen, die man beim ersten Kundenkontakt geschürt hat, auch weiterhin zu halten. „Verkäufer legen sich oft bei der Kundenanbahnung ins Zeug und wenn der Kunde dann gewonnen ist, lässt plötzlich das Niveau der Betreuung nach“ weiß Schumann. „Geben Sie dem Kunden immer das Gefühl, dass Ihre Beziehung zu ihm wichtig für Sie ist und Sie auch dankbar dafür sind“.
Wie wir als Mitarbeiter/-in oder Unternehmer/-in auftreten hat immer auch Auswirkung für die Wahrnehmung und das Image des gesamten Teams, Unternehmens oder sogar auf eine gesamte Branche. Wer sich dessen bewusst ist, kann sich mit der Verantwortung die er auch für andere mitträgt, besser identifizieren.
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