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Steuerliche Absetzbarkeit der Aus- und Weiterbildung

Weiterbildungskosten bei Arbeitnehmer/innen
Kosten für Weiterbildungen bzw. Umschulungen, die aus eigener Tasche bezahlt werden, können Sie, als Arbeitnehmer/in als „Werbungskosten“ im Rahmen der Arbeitnehmer-Veranlagung geltend machen – von der Steuer absetzen – was zu einer Lohnsteuerersparnis (Rückerstattung) führt.

Die Kosten – der Kursbeitrag, Fachliteratur aber auch etwaige Reisekosten – werden vor der Bemessung der Steuer abgezogen. Das geschieht im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung. Dazu reicht man das entsprechende Formular entweder elektronisch auf www.bmf.gv.at oder in Papierform beim Wohnsitz-Finanzamt ein.


Absetzbare Bildungsmaßnahmen

  • Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit,
  • Umfassende Umschulungsmaßnahmen, die auf die tatsächliche Ausübung eines anderen Berufes abzielen, die Fortbildung muss mit dem Beruf zu tun haben, den man bereits ausübt oder sie muss nach einer Berufsausbildung für einen neuen Job benötigt werden - bei bereits erfolgter Stellenzusage.

Nicht abzugsfähig sind auch Aus- und Weiterbildungen, die hauptsächlich die Privatsphäre betreffen (z.B. Segelschein, B-Führerschein, Esoterik- und Bastelkurse). Nicht absetzbar sind daher Ausbildungskosten für den erstmaligen Berufseinstieg. Wurde aber bereits ein Beruf ausgeübt, hindert eine eingetretene Arbeitslosigkeit die Abzugsfähigkeit von Fort- und Weiterbildungskosten nicht.

Die Steuerersparnis durch Absetzung kann man geltend machen für:

  • den Kursbeitrag (abzüglich etwaiger Förderungen),
  • Lehr- und Arbeitsunterlagen,
  • Reisekosten: Kosten des öffentlichen Verkehrsmittels oder amtliches Kilometergeld,
  • Tagesgelder: „Diäten“ – für die ersten fünf Kurstage bzw. findet der Kurs unregelmäßig an verschiedenen Wochentagen statt, für die ersten fünfzehn Kurstage, wenn die Weiterbildung nicht im „Nahebereich“ des Wohn- oder Arbeitsortes [ca. 25 km]stattfindet,
  • Nächtigungskosten: wenn auf Grund der Kurszeiten eine Heimreise nicht zumutbar ist.

Weiterbildung von Unternehmer/innen

Selbständige Unternehmer/innen können die eigenen Fort- und Weiterbildungen als Betriebsausgaben geltend machen. Die Höhe der „Steuerersparnis“ ist von der jeweiligen Steuerprogression abhängig.

Voraussetzung für die Anerkennung als Betriebsausgaben ist, dass die Weiterbildung betrieblich veranlasst ist, also mit der ausgeübten Tätigkeit in Zusammenhang steht. Man kann in der Regel davon ausgehen, dass vergleichbare Maßstäbe wie bei Unselbständigen angewandt werden.

Für die Absetzbarkeit der Fort- und Weiterbildungskosten (Kurskosten, Diäten usw.) gelten ähnliche Bestimmungen wie für derartige Aufwendungen von Nichtselbstständigen.


Steuerliche Absetzbarkeit von Beratungs- und Coachingaufwendungen

Beratungs- und Coachingaufwendungen können steuerliche Werbungskosten (Angestellte) bzw. Betriebsausgaben (Selbständige) darstellen, wenn sie beruflich veranlasst sind. Ist eine ausschließliche oder fast ausschließliche berufliche Veranlassung des Aufwandes gegeben, ist dieser steuerlich absetzbar.

Download Merkblatt zur steuerlichen Absetzbarkeit von Beratungs- und Coachingaufwendungen (pdf, 48 KB)


Auskünfte:

Bei Steuerfragen gibt es sehr viele Einzel- und Sonderregelungen. Bitte wenden Sie sich daher an das zuständige Wohnsitz-Finanzamt.

Weitere steuerliche Informationen finden Sie auf:
www.wko.at/steuern
www.bmf.gv.at/steuern


Haftungsausschluss

Die auf diesen Seiten enthaltenen Angaben stellen lediglich eine Kurzinformation dar. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Finanzamt.