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Sie sind technisch interessiert, können gut kommunizieren und Sicherheit im Betrieb ist Ihnen ein Anliegen? Dann ist die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft plus perfekt für Sie. Sie erarbeiten sich solides Fachwissen, um potenzielle Gefahren im Betrieb zu erkennen, lernen, wie man sie reduziert bzw. ausschaltet und wie Sie darauf achten, dass gesetzliche Richtlinien eingehalten werden.

Als Sicherheitsfachkraft kennen sie die relevanten gesetzlichen Bestimmungen, wissen über die Aufgaben der für die Sicherheit im Betrieb relevanten Akteure und Behörden Bescheid und können Ihr Fachwissen gut vermitteln. In dieser Ausbildung erwerben Sie die dafür nötige technische, juristische und soziale Kompetenz. Mit Übungen, praktischen Beispielen und Exkursionen schärfen ihren Blick für ihre künftige Aufgabe als Sicherheitsfachkraft und machen bereits während der Ausbildung die ersten Schritte von der Theorie zur Praxis. In dieser Ausbildung lernen Sie:

  • in welchem Umfeld und gesetzlichen Rahmen Sie sich als Sicherheitsfachkraft bewegen: welche Pflichten Sie haben, wofür Sie verantwortlich sind, mit welchen Behörden Sie als Sicherheitsfachkraft kooperieren
     
  • welche rechtlichen Bestimmungen Sie als Sicherheitsfachkraft kennen müssen - unter anderem aus dem Verwaltungs- und Strafrecht und anderen geltenden Bestimmungen wie z.B. Technischer und arbeitshygienischer Arbeitnehmerschutz - Ausstattung der Gebäude, Verkehrs- und Fluchtwege, Arbeitsräume, Sanitär- und Sozialeinrichtungen, Erste Hilfe, Brandschutz, Nichtraucherschutz, persönliche Schutzausrüstung, Arbeitskleidung, Gefahrenverhütung bei Arbeitsstoffen, Lärm und Vibrationen
     
  • die Grundsätze für die Organisation des ArbeitnehmerInnenschutzes und die darin definierten Aufgaben kennen wie z.B. ErsthelferIn, Brandschutzbeauftragte/r, Sicherheitsvertrauensperson, ArbeitsmedizinerIn etc.
     
  • die für Sie als Sicherheitsfachkraft relevanten Bestimmungen des Gewerberechts kennen
     
  • die für Sie als Sicherheitsfachkraft relevanten Bestimmungen des Betriebsanlagenrechts kennen wie z.B. Genehmigung der Betriebsanlage, Genehmigung von Gastgärten, Auflagen, Erlöschen der Betriebsanlagengenehmigung, Änderungen einer genehmigten Betriebsanlage, wiederkehrende Prüfung der Betriebsanlage, Prüfbescheinigung, Auflassung von Betriebsanlagen, Augenscheinverhandlung, Feststellungsverfahren
     
  • die Bestimmungen des Wasserrechts kennen wie z.B. Umweltschutz, Abwasserbestimmungen, Ölabscheider etc.
     
  • die Bestimmungen des Abfallwirtschaftsrechts kennen wie z.B. die Ziele und Grundsätze der Abfallwirtschaft, Abfallkategorien, Abfallvermeidung, Pflichten von Abfallbesitzern, Dokumentation etc. 
     
  • die Entsorgungsvorschriften und die geltenden behördlichen Auflagen kennen
     
  • die Bestimmungen des Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz (KJBG) und die relevanten Sonderbestimmungen im Arbeitsrecht kennen
     
  • die Arbeitszeitregelungen und branchenspezifische Bestimmungen kennen
     
  • welche Meldepflichten es für Unternehmen welchen Behörden gegenüber gibt wie z.B. Magistrat, Arbeitsinspektorat, Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA)
     
  • welche Regelungen bei Baustellen gelten - u.a. ab wann ein Bereich als Baustelle gilt, welche Maßnahmen auf Baustellen gesetzt werden müssen, welche Kontrollen es gibt, wer die relevanten Akteure sind, welche Gefahrenquellen es auf Baustellen gibt
     
  • welche Arbeitsmittel es gibt, welche Prüfpflichten und Prüfintervalle es für sie gibt, was schwere und leichte Mängel sind und wie Sie damit verfahren müssen (Mängelbeurteilung und -behebung)
     
  • die Bestimmungen der VEXAT-Verordnung für explosionsfähige Atmosphären kennen:  Explosionsarten, Klassifikation von Explosionen, häufige Ursachen von Explosionen, explosionsfähige Atmosphären und explosionsgefährdeter Bereich, Staubexplosionen, Grundsätze des Explosionsschutzes, Kennzeichnungen, Prüfungen, Messungen und Explosionsschutzdokumente
     
  • die Bestimmungen zur Arbeitsbelastung durch Lärm und Vibrationen (VOLV - Verordnung Lärm und Vibrationen) kennen – Vermeidung und Erkennen von Berufskrankheiten durch Lärmbelastung am Arbeitsplatz etc.
     
  • wichtige Präventionsmaßnahmen kennen, die dazu beitragen, Arbeitsunfälle zu vermeiden
     
  • die Grundlagen der Ergonomie kennen und wie Sie ergonomische Erkenntnisse in der betrieblichen Praxis umsetzen
     
  • die Grundlagen der betrieblichen Gesundheitsförderung kennen – u.a. die Geschichte der Arbeitsmedizin, gesetzliche Grundlagen, Aufgaben der Arbeitsmedizin und des Betriebsarztes, Aufgaben und Schnittstellen von Arbeitsmedizin und Betrieblicher Gesundheitsförderung
     
  • den Rahmen von 1. Hilfe im Betrieb kennen und wie man sie plant
     
  • worauf Sie bei der Sicherheit von Arbeitssystemen achten müssen, welche Maßnahmen wo erforderlich sind – z-B. beim Maschinenschutz
     
  • welche Arbeitsstoffe es gibt, den Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen, Kennzeichnung und Dokumentation, Rechtsvorschriften und Schutzausrüstungen
     
  • worauf Sie bei der Ermittlung und Beurteilung von Gefahren und der Festlegung von Maßnahmen achten müssen – z.B. bei Arbeitsstoffevaluierung, Handhabung von Lasten, Lärm, Bildschirmarbeitsplätzen, explosionsgefährlichen Atmosphären, Arbeitsmitteln, Einstell-, Wartungs-, Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten, Störungsbeseitigung, psychischen Belastungen, Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumenten, dem Schutz von werdenden und stillenden Müttern, Jugendlichen
     
  • wie Sie Brandschutzpläne lesen, welche Gefahren es bei Bränden gibt, wie Feuerlöscher richtig eingesetzt werden, welche Arten von Brandlöschmitteln es gibt, welche technischen und organisatorischen vorbeugenden Maßnahmen es zum Brandschutz gibt, welche Personen im Betrieb wie zu schulen sind
     
  • wie ein Fluchtweg ausgestattet und ausgeschildert sein muss
     
  • die Grundlagen der Verkehrssicherheit und Transportsicherheit kennen, z.B. worauf bei der Ladegutsicherung ankommt, worauf es bei der Lastverteilung ankommt, Bremswege, welche Arten von Lasten es gibt, etc.
     
  • wie Sie eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellen - Methoden zur Berechnung von Unfallkosten, Methoden für Kosten-Nutzen-Analysen, praktische Beispiele, Kennziffern für Sicherheitsmaßnahmen, die Vergleich ermöglichen, ethische ragen, Grenzen von Bewertungsmethoden
     
  • die psychologischen und betriebssozialen Grundlagen des ArbeitnehmerInnenschutzes kennen – wie Sie das Betriebsklima beurteilen können, wie Sie als Sicherheitsfachkraft mit Mitarbeitern und Vorgesetzten kommunizieren (mit Übungen und Rollenspielen)
     
  • Sie lernen Schnittstellen ihrer Tätigkeit als Sicherheitsfachkraft mit verwandten Gebieten kennen wie z.B. verschiedenen Zertifizierungen
     
  • branchenspezifische Maßnahmen kennen wie z.B. Strahlenschutz, Maßnahmen in der Elektrotechnik, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Druckerei und Buchbinderei, bei Beschichtungsanlagen, Schweiß- und Schneideanlagen, Lasereinrichtungen etc.

Nach Absolvierung des Lehrgangs:

  • haben Sie sich das umfangreiche Fachwissen einer Sicherheitsfachkraft (SFK) gemäß dem Bundesgesetz über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (ASchG) und der SFK-Verordnung angeeignet
     
  • wissen Sie Bescheid über Gefahrenermittlung, -behebung und -vermeidung in Betrieben unterschiedlicher Branchen und auf Baustellen
     
  • kennen Sie die gesetzlichen Grundlagen für Ihre Arbeit als Sicherheitsfachkraft
     
  • haben Sie gelernt, wie Sie Ihr Fachwissen gegenüber Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und Vorgesetzten kommunizieren und können ArbeitgeberInnen bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Pflichten unterstützen
     
  • haben Sie gelernt, mit Widerständen oder Konflikten im Betrieb lösungsorientiert umzugehen
     
  • haben Sie sich durch die vortragenden Experten und Expertinnen, Ihre Lehrgangskollegen und -kolleginnen ein berufliches Netzwerk als Sicherheitsfachkraft aufgebaut
     
  • können Sie als Sicherheitsfachkraft im Betrieb angestellt oder selbstständig arbeiten

  • Personen, die als angestellte Sicherheitsfachkraft im Betrieb tätig werden möchten
     
  • Personen, die sich als Sicherheitsfachkraft selbstständig machen wollen
     
  • BeraterInnen wie QualitätsmanagerInnen, UmweltberaterInnen etc., die Ihr Portfolio erweitern möchten
     
  • Assistenten und Assistentinnen der Geschäftsführung, die eine zusätzliche Berufsausbildung erlangen möchten

Sie können diese Ausbildung besuchen,

  • wenn Sie eine der unten angeführten Ausbildungen laut SFK-Verordnung absolviert haben und über zwei Jahre Praxis verfügen
  • oder wenn Sie eine 4 Jahre dauernde betriebliche Tätigkeit nachweisen können und eine Aufnahmeprüfung erfolgreich ablegen

Als Ausbildung laut SFK-Verordnung gelten:

  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium bzw. Fachhochschulstudium in einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung
  • die Reifeprüfung einer Höheren Technischen Lehranstalt
  • eine abgeschlossene Meisterprüfung
  • eine abgeschlossene Werkmeisterschule oder vergleichbare Ausbildung

  • Sie schließen die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft mit einer praxisnahen Projektarbeit, einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung ab und erhalten bei positivem Abschluss ein Zeugnis und einen WIFI-SFK-Ausweis.
     
  • Um zur Prüfung antreten zu dürfen, ist eine Anwesenheit von mindestens 75 Prozent während der Präsenzeinheiten der Ausbildung nachzuweisen.

  • Von den laut Sicherheitsfachkraft-Verordnung vorgeschriebenen 288 Lehreinheiten werden 192 Lehreinheiten im Präsenzunterricht abgehalten, 96 Lehreinheiten sind im Selbststudium zu absolvieren. Das WIFI Wien stellt Ihnen das dafür nötige Lernmaterial zur Verfügung.
     
  • Sie erhalten auch Übungsaufgaben, die Sie zu Hause lösen müssen – bitte planen Sie dafür Zeit ein.
     
  • Laufende Mitarbeit im Kurs ist nötig, um die im Selbststudium zu erarbeitenden Inhalte absolvieren zu können.
     
  • Eine Anmeldung zur Prüfung (Buchungs-Nr. 43750) ist erforderlich, es fallen keine zusätzlichen Prüfungsgebühren an.
    Bücher, Skripten und elektronische Unterlagen sind im Kurspreis enthalten.

Teilzahlung möglich

Sie möchten nicht die gesamten Kosten auf einmal überweisen? Nehmen Sie unser Teilzahlungsangebot in Anspruch – zinsenlos und ohne Bearbeitungsgebühren. Die Anzahl der Raten richtet sich nach der Kursdauer. Beispiel: Der Kurs dauert 3 Monate = 3 Raten. Mit Kursende muss die letzte Rate beglichen sein.

Möchten Sie unser Angebot annehmen? Bitte teilen Sie uns das bei Ihrer Anmeldung mit. Wir schicken Ihnen zu jedem Ratentermin einen Zahlschein per Post zu.

Bitte beachten Sie, dass sofort der gesamte Betrag fällig wird, wenn Sie mit den Raten in Verzug kommen.

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Wir haben für Sie einige Förderungen für Lehrlinge, Erwerbstätige, Unternehmer/-innen und Arbeitsuchende im Überblick zusammengestellt.

Der einfache Weg zur Kursförderung

  1. Kurs suchen
  2. Kostenvoranschlag erstellen
  3. Förderstelle kontaktieren
  4. Kurs buchen
Hier finden Sie alle unsere Förder- und Steuertipps

03.03.2021 - 12.06.2021 Wochenendkurs
WIFI Wien
Verfügbar
2.750,00 EUR
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Wochentag(e): MI DO FR SA
Kursdauer: 288 Lehreinheiten
Stundenplan

Währinger Gürtel 97
1180 Wien

Kursnummer: 43245020
19.01.2021 Abendkurs
Durchführungsgarantie
Verfügbar
KOSTENLOS
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Wochentag(e): DI
Kursdauer: 2 Lehreinheiten
Stundenplan



Kursnummer: 43249020

Wochentag(e): DO
Kursdauer: 2 Lehreinheiten
Stundenplan

Währinger Gürtel 97
1180 Wien

Kursnummer: 43249030
Zeichenerklärung
Durchführungsgarantie

Wir wissen, dass unsere Teilnehmer/-innen enge Terminkalender haben! Wir möchten Sie bzw. Ihre Mitarbeiter/-innen bei der Weiterbildungs-Planung unterstützen und bieten Ihnen daher für ausgewählte Kurse bereits heute Durchführungsgarantie - ungeachtet des Anmeldestandes!

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