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Seidenfadenlifting: So erweitern Kosmetiker:innen ihr Anti-aging-Angebot

Die Nachfrage nach sanften Anti-Aging-Behandlungen wächst: Viele Menschen wünschen sich ein frischeres, strafferes Erscheinungsbild, möchten aber weder operiert werden noch zu stark invasiven Methoden greifen. Seidenfadenlifting zählt zu diesen neuen Möglichkeiten. Es gilt als minimal-invasiv, die Behandlungsdauer ist kurz, es entstehen keine Narben, und die Haut wird angeregt, Kollagen aufzubauen. So wirkt die Haut glatter, Konturen werden betont und das Hautbild insgesamt verfeinert.

Am WIFI Wien können Kosmetiker:innen diese Technik erlernen und professionell in ihr Behandlungsangebot integrieren. Bettina Penz, Kosmetikexpertin und WIFI-Kursleiterin der Ausbildung zum/zur Kosmetiker:in, beschäftigt sich seit Längerem mit modernen Anti-Aging-Methoden. „Beim Seidenfadenlifting handelt es sich um die neueste Entwicklung in Sachen nadelfreiem PDO Fadenlifting“, erklärt Penz.


Was Seidenfadenlifting besonders macht

Ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen Verfahren liegt im verwendeten Material. „Die Fäden für diese neue Anti-Aging-Behandlung werden aus Seidenraupen-Fibroin-Protein hergestellt. Dieses zeichnet sich durch die hervorragende Biokompatibilität aus. Die ästhetische Medizin hat nun zusätzlich für sich entdeckt, dass dieses Protein eine verbesserte Hautelastizität bewirkt.“

In der Praxis zielt die Behandlung darauf ab, mehrere Effekte gleichzeitig zu erzielen. „Seidenfadenlifting kann sofort sichtbare Ergebnisse bringen, die Hautelastizität steigern und für ein besser hydratisiertes Hautbild sorgen”, sagt die Expertin. Damit richtet sich die Methode besonders an Menschen, die sich eine sanfte, aber spürbare Auffrischung ihres Erscheinungsbildes wünschen, ohne ihre Mimik zu verändern oder längere Ausfallszeiten in Kauf zu nehmen.


Für wen sich Seidenfadenlifting eignet

Grundsätzlich lässt sich Seidenfadenlifting bei unterschiedlichen Hauttypen einsetzen. Entscheidend ist aber weniger der Hauttyp als der Zustand der Haut. „Seidenfadenlifting ist für jeden Hauttyp geeignet. Bei junger, praller Haut gibt es aber keinen Effekt“, betont Penz. Wer erste oder deutlichere Zeichen von Elastizitätsverlust bemerkt, kann daher besonders profitieren, bei sehr junger, noch fester Haut ist die Methode hingegen nicht sinnvoll. Auch die Haltbarkeit des Effekts spielt eine wichtige Rolle. Bettina Penz: „Bei vier Behandlungen im Abstand von sieben bis vierzehn Tagen bleibt das Ergebnis ungefähr sechs bis acht Monate sichtbar.“ Danach kann, je nach Hautzustand und Lebensstil, mit Auffrischungsbehandlungen gearbeitet werden, um den Effekt weiter zu verlängern.

Im Anti-Aging-Bereich wird Seidenfadenlifting häufig mit anderen Methoden verglichen, insbesondere mit Unterspritzungen. Penz sieht die Stärke der Methode vor allem bei schlaffer Haut: „Während Hyaluron-lnjektionen Volumendefizite im Gesicht wiederherstellen, wie zum Beispiel an den Wangen, können Unterspritzungen schlaffer Haut nicht entgegenwirken. Genau dazu eignet sich die Fadenbehandlung sehr gut.“ Sie ist aber kein Ersatz für Hautpflege, Sonnenschutz oder einen gesunden Lebensstil, ergänzt die Expertin.
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Seidenfadenlifting am WIFI Wien lernen

Damit die Methode sicher und professionell angewendet werden kann, setzt der WIFI-Kurs auf eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis. Zu Beginn werden hautrelevante Grundlagen vermittelt – von dermatologischen Basics bis hin zu hygienischem Arbeiten in der Kosmetik. Darauf aufbauend erwerben die Teilnehmer:innen Fachwissen rund um Seidenfäden: Zusammensetzung, Wirkprinzip und Einsatzbereiche stehen ebenso auf dem Programm wie Wissenswertes zur Kollagenbildung und zur regenerativen Wirkung der Behandlung.
Im weiteren Verlauf erhalten die Kursteilnehmer:innen einen Überblick über sinnvolle Anwendungsgebiete und mögliche Kombinationen mit anderen Methoden. Eine schrittweise Anleitung führt durch alle Phasen der Behandlung – von der Vorbereitung über die Durchführung bis zur Nachsorge. Verschiedene Anwendungstechniken für unterschiedliche Hautbedürfnisse werden vorgestellt, und es gibt eine praxisnahe Orientierung zur Preisgestaltung und zur Positionierung im eigenen Behandlungsangebot.

„Im Kurs lernt man im theoretischen Teil die Wirkung von Seidenfadenlifting in der Haut. Im Anschluss erfolgt der praktische Teil, wo man selbst ein Seidenfadenlifting anwendet“, beschreibt Bettina Penz den Ablauf. Der praktische Teil findet am Modell mit sichtbaren Hautalterungszeichen statt, damit das Erlernte realitätsnah umgesetzt werden kann. Die Teilnehmer:innen üben die Technik Schritt für Schritt und erhalten direktes Feedback, um Sicherheit in der Anwendung zu gewinnen.


Neue Chancen für Kosmetiker:innen

Der Kurs „Seidenfadenlifting” richtet sich an Kosmetiker:innen, Fachkräfte aus der Beautybranche und Interessierte mit Vorkenntnissen in der klassischen Kosmetik, die ihr Angebot um eine moderne Lifting-Technik erweitern möchten. Angesprochen sind insbesondere Kosmetiker:innen mit abgeschlossener Ausbildung – etwa Lehrabschluss, eine Ausbildung in Kosmetik oder eine Befähigungsprüfung.

Nach Abschluss des Kurses sind die Teilnehmer:innen in der Lage, Seidenfadenliftings sicher und professionell durchzuführen. Für viele Kosmetikstudios eröffnet sich damit die Möglichkeit, ihr Portfolio um eine zeitgemäße, nadelfreie Anti-Aging-Behandlung zu ergänzen – mit sichtbaren Effekten, überschaubarem Aufwand und einem klaren Fokus auf natürlich wirkende Ergebnisse.

Bettina Penz © privat
Bettina Penz ist Kosmetikexpertin und Kursleiterin der Ausbildung zum/zur Kosmetiker:in am WIFI Wien.

Bildcredits: © Prostock-studio | stock.adobe.com (Header), © privat (Portrait B. Penz)

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