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Führung ist keine Rolle, die man einfach übernimmt — sie ist eine Haltung, die man entwickelt.
Die erste Krise im Job: Zwischen Euphorie und Realität
Viele neue Führungskräfte erleben, dass der anfängliche Enthusiasmus schnell einer Phase der Unsicherheit weicht - meist zwischen der dritten und zwölften Woche im Job. In dieser „Talsohle“ braucht es klar unterstützende Menschen und Strukturen, sonst kann es zur innerlichen Kündigung kommen. Schloemmer erklärt, dass dieser Übergang nicht nur ein rhetorisches Modell, sondern eine echte Erfahrungswelt ist, in der neue Rollen erlernt und reflektiert werden müssen.Ihr eigenes Beispiel aus der Zeit auf Unternehmensseite zeigt: Auch erfahrene Führungskräfte stehen anfangs vor der Herausforderung, Rolle und Verantwortung wirklich glaubhaft auszufüllen. Dieses Erlernen von Haltung und Instrumenten sei weit mehr als theoretische Konzepte aus Büchern - es sei ein Prozess aus Trial-und-Error, Reflexion und persönlicher Entwicklung.
Im Mittelpunkt stehen jedenfalls gutes Feedback, authentische Wertschätzung und echtes Interesse am Gegenüber, denn diese wirken langfristig stärker als reine Zielorientierung oder Kontrolle. Führung bedeutet, das Team zu verstehen und aktiv zu begleiten. Dabei ist nicht entscheidend, ob jemand studiert hat, sondern wie reflektiert und empathisch sie bzw. er handelt.
Wertschätzung, Konfliktfähigkeit und psychologische Sicherheit
Schloemmer betont, dass Wertschätzung als eines der wichtigsten Führungsinstrumente wirkt. Menschen bleiben motiviert und engagiert, wenn ihre Leistung anerkannt wird - nicht nur materiell, sondern emotional spürbar. Führungskräfte, die ausschließlich auf Zielvorgaben oder hierarchische Distanz setzen, werden diesem Bedürfnis nicht gerecht.Ebenso zentral ist das Thema Konfliktfähigkeit. In vielen Organisationen sei die Bereitschaft, Konflikte offen anzusprechen, gesunken, während gleichzeitig die Anforderungen steigen. Gute Führung verlangt nicht nur Problemlösungswissen, sondern die Fähigkeit, konfliktfähige Räume zu schaffen und im Team zu moderieren.
Ein weiterer wichtiger Impuls: Führung bedeutet, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen und Verantwortung gleichmäßig zwischen "Ich" und "Wir" auszubalancieren - authentisch, klar und empathisch.
Jetzt reinhören: Vom Enthusiasmus zur Leadership-Kompetenz
Wer wissen möchte, wie neue Führungskräfte Stolperfallen bewusst umgehen und welche konkreten Hebel echte Führungskompetenz ausmachen, sollte diese Folge nicht verpassen. Sonja Schloemmer liefert nicht nur theoretische Modelle, sondern praxiserprobte Einsichten darüber, wie Führung gelingen kann - gerade in der Phase, in der Enthusiasmus auf Realität trifft.>> Episode 57: Die NEUE Führungskraft - hier im Podcast sowie auf YouTube und allen Streaming-Plattformen verfügbar.
Mag. Sonja Schloemmer, MBA, MAES ist Expertin für Leadership und HR-Instrumente und berät seit 2003 zahlreiche namhafte Unternehmen in Österreich und Deutschland. Als ehemalige Netzwerkpartnerin der Beratergruppe Neuwaldegg und Top Executive Coach arbeitet sie mit Vorständen, Geschäftsführer:innen und Topführungskräften basierend auf den Erkenntnissen der Neurobiologie. Ihr praxisnaher Zugang basiert auf jahrelanger Erfahrung im HR Management eines Konzerns und in der Produktivitätsoptimierung. Als Förderin des Viktor Frankl Museums ist es ihre Mission, Arbeit für Menschen in Unternehmen wieder sinngebend zu gestalten.
Bildcredits: © Shutter B | stock.adobe.com (Header), © Brigitte-Gradwohl (Portrait S. Schloemmer)