Ausbildung zum freiberuflichen  Heilmasseur Ausbildung zum freiberuflichen  Heilmasseur
Ausbildung zum freiberuflichen Heilmasseur

Mit der Ausbildung zum/zur HeilmasseurIn erreichen Sie die höchste fachliche Qualifikation und - nach erfolgreich abgelegter kommissioneller Prüfung und Meldung bei der Sanitätsbehörde - die Berufsberechtigung als freiberufliche/-r HeilmasseurIn. Als freiberufliche/-r HeilmasseurIn dürfen Sie in Ihrer eigenen Praxis von Ärzten und Ärztinnen zugewiesene PatientInnen selbstständig behandeln.

2 Kurstermine
08.06.2021 - 30.04.2022 Tageskurs
Präsenzkurs
WIFI Wien
Verfügbar
3.490,00 EUR
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Hinweis: Ausbildungsende Mai 2022, Kurstage Di, Mi 18.00-22.00, tlw. Sa 9.00-17.00
Wochentag(e):

Kursdauer: 588 Lehreinheiten
Stundenplan

Währinger Gürtel 97
1180 Wien

Kursnummer: 60207010

Hinweis: Ausbildungsende Mai 2023, Kurstage Di, Mi 18.00-22.00, tlw. Sa 9.00-17.00
Wochentag(e):

Kursdauer: 588 Lehreinheiten
Stundenplan

Währinger Gürtel 97
1180 Wien

Kursnummer: 60207011
1 Infotermin
18.01.2022 Abendkurs
Live Online Kurs
Online
Verfügbar
KOSTENLOS
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Hinweis: virtuelle Info-Veranstaltung (Zoom)
Wochentag(e): DI

Kursdauer: 2 Lehreinheiten
Stundenplan

Kursnummer: 60217011

Ausbildung zum freiberuflichen Heilmasseur

Die Ausbildung zum/zur freiberuflichen HeilmasseurIn am WIFI Wien umfasst die vom Gesetz geforderten Inhalte und darüber hinaus Techniken und Know-how, die Sie in Ihrer künftigen Praxis einsetzen können.  Sie erlernen alle Massagetechniken durch aktives Üben während des Lehrgangs und vertiefen Ihr theoretisches und praktisches Wissen zu speziellen Krankheitsbildern.
Die Inhalte des Lehrgangs sind:

  • Recht und Ethik: Sie lernen die für Ihren Beruf als HeilmasseurIn relevanten rechtlichen Bestimmungen kennen (Vorgaben der Sozialversicherung, steuerrechtlichen Verpflichtungen für Ihre freiberufliche Praxis, Prinzipien der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements, medizinische Dokumentationen im Berufsalltag, Handhabung von medizinischen Daten und datenschutzrechtliche Bestimmungen, Grundzüge des Sanitätsrechts, Patientenrechte, relevante privatrechtliche Bestimmungen z.B. zu Verhandlungsvertrag, Grundbegriffe des Schadenersatzrechts bzw. Haftungsrechts etc.) und sie reflektieren ethische Fragestellungen (z.B. ethische Entscheidungsfindung, Selbstbestimmung und informierte Zustimmung, ethische Spannungsfelder im beruflichen Alltag etc.).  
  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen: Einführung in Rechnungswesen, Buchhaltung, Kostenrechnung, Budgetierung, Controlling, Personalwesen, angewandte EDV, Grundlagen der Statistik, Datensicherheit und Datenschutz.
  • Anatomie und Physiologie: Sie vertiefen Ihre Kenntnisse der speziellen Anatomie und Physiologie, um Hinweise auf Abweichungen von der Norm richtig interpretieren und Konsequenzen für die Massage daraus ableiten zu können. Sie erlernen manuelle Untersuchungstechniken und medizinische Fachausdrücke und befassen sich nochmals intensiv mit Herz und Kreislaufsystem, Lymphsystem, Nervensystem und Sinnesorganen, der Untersuchung der Wirbelsäule, der neurologischen Untersuchung der unteren und oberen Extremitäten, der Muskelfunktion, der Untersuchung der periphären Gelenke, ausgewählten Halsmuskeln, den kleinen Handmuskeln und den kleinen Fußmuskeln.
  • Pathologie: Sie erarbeiten sich Wissen zu Grundlagen der Krankheitslehre, Krankheitsursachen, degenerativen und regenerativen Veränderungen des Körpers, Regeneration, Entzündung, Ödem, Tumoren, allgemeinen und örtlichen Kreislaufstörungen, Störungen des Gasaustausches und der Sauerstoffversorgung, Erkrankungen der Lymphgefäße, Hauterkrankungen, der Pathologie der Knochen und Gelenke, Neurologie und Niere.
  • Hygiene und Umweltschutz: Sie erarbeiten sich Wissen zu allgemeiner Infektionslehre (Entstehung und Verhütung von Infektionen), spezieller Mikrobiologie, Reinigung und Desinfektion.
  • Erste Hilfe: Sie lernen, lebensrettende Sofortmaßnamen durchzuführen, trainieren ausgewählte spezielle Erste-Hilfe-Maßnahmen und lernen, wann welche Erste-Hilfe-Maßnahmen nötig sind.
  • Allgemeine Physik: Sie lernen Prinzipien der Physik verstehen (z.B. Grundlagen der Mechanik, Gleichgewicht, Gravitation, Elektrizitätslehre, Strahlungslehre, Magnetismus, Wärmelehre) die für Ergonomie und Elektrotherapie Relevanz haben und in der Praxis z.B. bei Körperhaltung, Arbeitshaltung, Lagewechsel und Lagerung von PatientInnen, Anwendung von Elektrotherapie etc. von Bedeutung sind.
  • Kommunikation: Sie erlernen Grundlagen der Psychologie, worauf Sie im Umgang mit kranken Menschen achten müssen, wie Sie mit PatientInnen mit Sensibilität und Empathie umgehen, was sprachliche und nichtsprachliche Kommunikation sind, wie Sie sich patientenorientiert verhalten und Grundlagen des Konfliktmanagements.
  • Dokumentation: Aufbau eines Befunds (Untersuchung, Anamnese, Therapieziele, zeitlicher Behandlungsplan etc.), ausgewählte Befundungsmethoden (z.B. Goniometrie, Gelenksmessungen, Wirbelsäule, Umfangmessungen etc.)
  • Massagetechniken zu Heilzwecken:  Sie lernen, Massagetechniken an spezielle Krankheitsbilder wie z.B. orthopädisch-traumatologische, internistische und rheumatologische, neurologische oder onkologische Erkrankungen etc. anzupassen
  • praktische Übungen: Sie wenden die erlernten Techniken an und üben Sie an  LehrgangsteilnehmerInnen
  • Elektrotherapie-Refresher: Sie lernen moderne Therapiegeräte kennen und erfahren, was derzeit state oft the art ist. Sie frischen Ihr Wissen zu Wirkungen der Elektrotherapie, Ultraschall, Niederfrequenztherapie, Galvanisation, Reizströme, TENS, Schwellstrom und Hochtontherapie auf.
  • Sie erlernen Techniken der Tiefenmassage nach Marnitz.
  • Manipulativmassage nach Dr. Terrier: Sie lernen, wie Sie große Gelenke in Bewegung massieren.
  • Kinesiologisches Taping: Sie erlernen Grundlagen des kinesiologischen Tapings.
  • Ergotherapie: Sie erlernen ergotherapeutische Grundlagen für den schonenden Einsatz Ihrer Hände bei der Massage.
  • Einführung in weitere Techniken: Sie erhalten eine Einführung in weitere Techniken, die Sie als HeilmasseurIn nutzen können, wie z.B. Faszientechniken, Schröpfen, myofasciales Enstspannen (myofascial release) und Spezialtechniken für Lendenwirbelsäule (LWS) und Halswirbelsäule (HWS).
  • Anatomie in vivo: Sie erlernen das Suchen, Tasten und Spüren anatomischer Strukturen des Bewegungsapparats und wie Sie durch die exakte Lokalisation von anatomischen Strukturen Veränderungen und pathologische Störungen erkennen und eine Befundung erstellen.
  • manuelle Lymphdrainage (MLD): Sie lernen, MLD durchführen, wann MLD indiziert ist, Kontraindikationen, Wirkungen und Begleiterscheinungen und die Griffreihenfolge.

Nach Absolvierung des Kurses:
 

  • haben Sie Ihre Kenntnisse der sechs Massagetechniken vertieft und gelernt, sie an spezielle Krankheitsbilder anzupassen.
  • haben Sie die erlernten Massagetechniken an den LehrgangsteilnemerInnen geübt.
  • haben Sie die für Ihren Beruf als HeilmasseurIn relevanten rechtlichen Bestimmungen kennen gelernt.
  • haben Sie sich mit ethischen Fragestellungen auseinandergesetzt.  
  • haben Sie sich das zur Führung einer Praxis nötige betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen angeeignet.
  • haben Sie Ihre Kenntnisse der speziellen Anatomie und Physiologie vertieft und können Hinweise auf Abweichungen von der Norm richtig interpretieren und daraus Konsequenzen für die Massage ableiten.
  • haben Sie sich das für Ihren Beruf relevante Wissen zur Pathologie angeeignet.
  • haben Sie sich Wissen zu allgemeiner Infektionslehre, der Entstehung und Verhütung von Infektionen, zu spezieller Mikrobiologie, Reinigung und Desinfektion angeeignet.
  • haben Sie gelernt, lebensrettende Sofortmaßnamen durchzuführen und ausgewählte spezielle Erste-Hilfe-Maßnahmen gelernt und geübt.
  • verstehen Sie die für Ihren Beruf relevanten Prinzipien der Physik .
  • haben Sie gelernt, wie Sie sich patientinnenorientiert verhalten, worauf Sie im Umgang mit kranken Menschen achten müssen, wie Sie mit PatientInnen kommunizieren und mit Sensibilität und Empathie umgehen und wie Sie Konflikte lösen können.
  • haben Sie gelernt, wie sie Befunde erstellen und dokumentieren.
  • haben Sie die Grundlagen der Tiefenmassage nach Marnitz gelernt.
  • haben Sie gelernt, wie Sie große Gelenke in Bewegung massieren (Manipulativmassage nach Dr. Terrier).
  • haben Sie Grundlagenwissen zu kinesiologischem Taping erworben.
  • haben Sie ergotherapeutische Grundlagen kennengelernt und verstehen Sie, wie Sie Ihre Hände bei der Massage richtig einsetzen, um Überlastungen zu vermeiden.
  • haben Sie weitere Techniken kennen gelernt, die Sie als HeilmasseurIn nutzen können, wie z.B. Faszientechniken, Schröpfen, myofasciales Enstspannen (myofascial release) und Spezialtechniken für LWS und HWS.
  • haben Sie Sie das Suchen, Ertasten und Spüren der anatomischen Strukturen des Bewegungsapparats und das Erkennen von Veränderungen und pathologischen Störungen erlernt und können darauf aufbauend Befundungen erstellen.
  • haben Sie Sie gelernt, MLD durchzuführen.
  • haben sie die aktuellen Geräte für Elektrotherapien kennengelernt und wissen, wann und wie Sie sie einsetzen.
  • haben Sie sich auf die staatlich kommissionelle Prüfung zum/r freiberufliche/n HeilmasseurIn vorbereitet.

  • Menschen, die am WIFI bereits die Ausbildung zum/zur gewerblichen und medizinischen MasseurIn absolviert haben und sich weiterbilden möchten.
  • Menschen, die eine Berufsberechtigung als medizinische/r MasseurIn haben.
  • Gewerbliche MasseurInnen, die das verkürzte Praktikum (580 LE) zum/r medizinischen MasseurIn bei einer von der Sanitätsbehörde anerkannten Praktikumsstelle absolviert haben.
  • Diplomierte medizinisch-technische Fachkräfte.
  • Personen, die vor dem 1.4. 2003 Heilmasseurinnen und HeilbademeisterInnen waren und mit dem neuen Gesetz automatisch zum/zur Medizinischen Masseur/-in wurden. Mit dieser Ausbildung und der staatlich kommissionellen Prüfung können Sie die Berufsberechtigung als freiberufliche/-r HeilmasseurIn erlangen.

  • Voraussetzung für die Aufnahme zur Ausbildung zum/zur HeilmasseurIn ist eine Berufsberechtigung als "medizinische/r MasseurIn".
  • Nach dem Medizinischen Masseur- und Heilmasseurgesetz (MMHmG) §85 erfüllen auch diplomierte medizinisch-technische Fachkräfte die Voraussetzungen zur Teilnahme an der Weiterbildung zum/zur HeilmasseurIn.
  • Auch gewerbliche MasseurInnen, die das verkürzte Praktikum (580 LE) zum/r medizinischen MasseurIn bei einer von der Sanitätsbehörde anerkannten Praktikumsstelle absolviert haben, können die Ausbildung zum/zur HeilmasseurIn machen. 

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  • Sie schließen die Ausbildung nach Abschluss des Aufschulungsmoduls mit einer kommissionellen Abschlussprüfung zum/zur HeilmasseurIn ab.
  • Die Prüfungsgebühr beträgt 70 Euro.
  • Personen, die die kommissionelle Abschlussprüfung mit Erfolg abgelegt haben, erhalten ein Abschlussprüfungszeugnis, in dem der Prüfungserfolg sowie die Berufsbezeichnung „Heilmasseur“/“Heilmasseurin“ angeführt sind.
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Letzte Änderung: 01.12.2020