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Karriere

Wo Talent zur Erfolgsgeschichte wird

Liebe Viktoria Schwarzinger-Farda, bitte nennen Sie uns die drei wichtigsten Meilensteine Ihrer Karriere.

  1. Als ich anno 2003 die Zusage zu meinem ersten Job in der Werbung erhielt. Ich erinnere mich, dass manche Absolvierende schon Angebote ihrer Ferialpraxis-Stellen in der Zeugnismappe hatten. Ich musste/durfte mich selbst bewerben. Gut für meine Kreativität: So gestaltete ich einen Folder mit Cut-outs und kreativen Spielereien, dank dem ich dann auch rasch die Jobzusage einer großen Wiener Agentur bekam. 
  2. Eine Cannes-Reise im Rahmen eines Wettbewerbs der Young Lions, ziemlich bald nach meinem Start ins Berufsleben. Meine Kollegin/Freundin und ich gewannen die erste Runde und durften mit anderen Talenten zum Cannes-Festival fahren. Inklusive Eintritt, Tagesprogramm und natürlich den legendären Partys.
  3. Eine goldene CCA-Venus für einen Radiospot, den ich schon als Junior-Texterin geschrieben hatte. Der Spot kam so gut an, dass er auch nach meinem Austritt aus der damaligen Agentur noch weiterverwendet wurde. 

Warum haben Sie sich für eine Ausbildung an der Werbe Akademie entschieden?

Werbung hat mich interessiert, seit ich denken kann. Mein Bruder und ich waren Kinder der 80er – mit fast uneingeschränkter Screentime. Wir hatten das Spiel „Werberaten“: Wer die Marke in einem Werbespot als Erster richtig errät, gewinnt. Wer gewonnen hat, weiß ich nicht mehr. Was ich aber damals schon wusste: Ich will in die Werbung.

Wie hat Sie diese Ausbildung auf die Herausforderungen der Werbebranche vorbereitet?

Die Projekte in der Werbe Akademie simulierten sehr gut den Agenturalltag: beim Brainstorming lernen, die „Spreu vom Weizen“ zu trennen, im Meeting gute Ideen mit allen Mitteln verteidigen oder sich geschlagen geben. Gutes gemeinsam umsetzen und bis zum Schluss nachjustieren – und das alles eine Nacht vor der Präsentation.

Können Sie spezifische Fähigkeiten oder Kenntnisse nennen, von denen Sie bis heute profitieren?

  1. Meine Kreativität in Bahnen zu lenken. Also nicht einfach nur laufen zu lassen, sondern sie zielgerichtet einzusetzen – und das auch unter Zeitdruck. Eigentlich eine echte Superpower, die wir Kreative da erlernen.
  2. Keine Angst zu haben, dass einem nichts einfällt. Es fällt einem immer etwas ein. Die Frage ist nur, wie gut es ist. 
  3. Den Umgang mit Programmen. Angefangen von Word (Grüße an den Vortragenden für Formatvorlagen) über Desktop-Publishing-Tools bis hin zu Photoshop. 

Inwieweit hat die praxisorientierte Ausbildung Ihre berufliche Entwicklung beeinflusst?

Durch Vortragende, die mitten im Berufsleben stehen, bekam ich einen Blick hinter die Kulissen einer Welt, die ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Ich hörte zum ersten Mal die wichtigsten Namen der größten Agenturen, erfuhr, wer gerade welche Etats betreut, und überlegte, wo ich später gerne arbeiten würde. Bei den Projekten konnte man sich sehr gut ausprobieren und schon mal „abklopfen“, ob man später eher in der Beratung, in der Grafik oder im Text arbeiten möchte.

Wie haben Sie die Dozent:innen an der Werbe Akademie auf Ihren persönlichen Karriereweg vorbereitet?

Einer der für mich eindrucksvollsten Momente war, als ein Vortragender zeigte, wie im Agenturalltag mit Ideen umgegangen wird: Er kam mit einer Pflanze – genauer gesagt einem Weihnachtsstern – herein, der symbolisch für die subjektiv perfekte und runde eigene Idee stand. Dann veranschaulichte er die Inputs aus Kreation, Beratung, Führungsetage und Kund:in, indem er nach und nach Blüten abschnitt bis fast nichts mehr übrig war. Ein eindrucksvolles Bild. So ist es sicherlich nicht immer, aber trotzdem denke ich in Meetings manchmal an diese beschnittene Pflanze.

Wie haben Sie die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt mit den anderen Studierenden erlebt?

Sehr gut. Um ehrlich zu sein, waren die Absolvent:innen lange Zeit die einzigen, zu denen ich auch nach dem Abschluss weiterhin Kontakt hatte und zu deren Klassentreffen ich gegangen bin. Einige von uns sind mir auch immer wieder im Agenturleben begegnet. Das ist dann wie ein Mini-Klassentreffen.

Warum würden Sie eine Ausbildung an der Werbe Akademie weiterempfehlen?

Weil die Werbe Akademie in Österreich wirklich einen Namen hat. Das habe ich bei meinen Bewerbungen sofort gemerkt – die Ausbildung war wie ein Qualitätssiegel. Agenturen wissen einfach, dass man hier sehr praxisnahe und branchenkonform das nötige Handwerkszeug lernt, um direkt am ersten Arbeitstag einen Kickstart hinlegen zu können.

Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell für die Kommunikationsbranche und welche neuen Entwicklungen werden aus Ihrer Sicht in den nächsten fünf Jahren eine wesentliche Rolle spielen?

Ich bin und war nie selbständig, sondern von Beginn an immer in einem Angestelltenverhältnis, trotzdem sehe ich u. a. folgende Entwicklungen:

  1. Fake News: Immer mehr Menschen schotten sich in Informationsbubbles ab, in denen sie nur eigene Inhalte konsumieren und immer schwerer erreichbar sind. Werbung muss also bei Kreation und Planung noch spitzer auf Zielgruppen zugeschnitten sein.
  2. KI – Quantität oder Qualität: Gibt es immer mehr generierte Ideen in immer kürzerer Zeit oder bleibt Qualität ein Argument? Und wenn ja, welche Preise sind die Menschen bereit, für „Handgemacht“ bzw. „Kopfgedacht“ zu bezahlen?  (Dieses Interview wurde übrigens ganz ohne die Hilfe von KI beantwortet. ;))
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...und wenn Sie noch mehr Erfolgsgeschichten lesen möchten, finden Sie hier die Story von Lukas Binder, Absolvent der Werbe Akademie und heute Geschäftsführer sowie Gründer der Werbeagentur stroblbinder.

WAK Testimonial Viktoria Schwarzinger-Farda

Viktoria Schwarzinger-Farda ist Senior Copywriter bei Reichl & Partner sowie Absolventin der Werbe Akademie.


Bildcredits: © Florian Wieser (Header), © Privat (Portrait)

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