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Häufige KI-Nutzung geht nachweislich mit schwächerem kritischem Denken einher. Je mehr Wissensarbeiter der KI vertrauen, desto weniger denken sie selbstkritisch mit.
Die Lösung ist ein System, das Ihr Gehirn erweitert, anstatt es auszulagern. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung des Second-Brain-Ansatzes von Tiago Forte. In unserem Fall hier erledigt KI die mechanische Arbeit, aber an der entscheidenden Stelle denken Sie selbst. So funktioniert das System in fünf Schritten mit jedem beliebigen Tool.
1. Erfassen: Schluss mit dem Chaos
- Alles, was Ihnen begegnet – jede Idee oder Meeting-Notiz – landet zwingend an einem einzigen, zentralen Ort.
- Ob Sie dafür Obsidian, Notion oder einen simplen Ordner nutzen, ist völlig egal.
- Ihr Job: Sie halten alles fest, ohne zu filtern oder zu bewerten, denn Reibung kostet hier nur Tempo.
- KI-Job: Die Maschine bündelt Eingangskanäle, transkribiert Sprachnotizen und ordnet E-Mails ein.
2. Organisieren: Lass die Maschine aufräumen
- Jetzt darf die KI das tun, was Sie nur Zeit kostet: ordnen, Tags vergeben und Themen-Wikis anlegen.
- Das einzige Ziel ist, dass Sie jede Notiz im richtigen Kontext wiederfinden.
- Ihr Job: Sie prüfen die Vorschläge der KI und geben sie frei, anstatt sie blind zu übernehmen.
- KI-Job: Verschlagworten, verlinken, Muster aufzeigen und Lücken durch Recherche schließen.
- Regel: Legen Sie vorher in einem einzigen File ein klares Regelwerk fest, wie Sie Inhalte organisieren wollen und verweisen Sie die KI darauf.
3. Destillieren: Hier denken Sie selbst!
- Das ist das Herzstück des Systems und der einzige Schritt, den Sie niemals delegieren dürfen.
- Wissen bleibt nur dann haften, wenn wir es mit etwas Mühe selbst erzeugen und in eigene Worte fassen.
- Schnell abgelegte KI-Zusammenfassungen produzieren nichts weiter als einen nutzlosen Notizen-Friedhof.
- Ihr Job: Sie verdichten das Gesammelte, formulieren Kernideen selbst und entscheiden, was relevant bleibt.
- KI-Job: Die KI liefert Ihnen Widerspruch, schlägt Querverbindungen vor und zeigt Ihre blinden Flecken auf.
4. Output: Wozu der ganze Aufwand?
- Wissen, das zu nichts führt, ist reine Zeitverschwendung und bloßes Sammeln.
- Sie müssen Ihren Hub vom Ergebnis her organisieren, damit daraus Artikel, Projekte oder Entscheidungen entstehen.
- Ihr Job: Sie entscheiden knallhart, was in einen konkreten Output übergeht.
- KI-Job: Die Maschine schlägt Gliederungen vor und prüft als Accountability-Coach, ob der Output zu Ihren Zielen passt.
- Regel: Instruieren Sie die KI explizit so, dass sie Ihnen Schwächen aufzeigt, anstatt als Motivationscoach alles abzunicken.
5. Planen & Umsetzen: Mach es greifbar
- Jeder Output muss in eine konkrete, nächste Handlung übersetzt werden.
- Schreiben Sie nicht "Artikel schreiben" auf Ihre Liste, sondern definieren Sie einen kleinen Schritt, der sofort machbar ist.
- Ihr Job: Sie setzen die Prioritäten und fangen an.
- KI-Job: Die KI zerlegt Projekte in Schritte, schlägt Termine vor und begleitet die Umsetzung.
- Prompt-Tipp: Lassen Sie die KI das Projekt in konkrete To-dos zerlegen, die Sie in 20 Minuten erledigen können.
Fazit
Über alle Schritte hinweg läuft die KI als Assistentin mit, die Sie entlastet und den Überblick behält. Aber die Rollenverteilung bleibt eisern: Der Bot liefert die Muster, Sie übernehmen das Denken und Entscheiden. Nur wer auslagert, ohne das Denken zu verlernen, hat sein Gehirn wirklich erweitert.
Maßgeschneiderte Lösungen
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Mag. Walter Skokanitsch ist selbstständiger Business-Psychologe, Coach und Trainer mit langjähriger Erfahrung in der Konzeption und Durchführung praxisnaher Trainings. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf wirkungsvoller Kommunikation, Verhandlungsführung, Deeskalation sowie Coaching- und Beratungskompetenz für Führungskräfte, Teams und Expert:innen. Er verbindet psychologisch fundierte Modelle mit modernen, KI-unterstützten Trainingsmethoden und legt besonderen Wert auf Kompetenzorientierung und unmittelbare Umsetzbarkeit. Zu seinen Auftraggebern zählen u.a. große Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie Bildungseinrichtungen.
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