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Was manche als KI-Hype bezeichnen, ist nur ein Vorbote der großen Flutwelle, die auf uns zukommt, in beinahe alle Lebensbereiche eindringen und so manches hinwegspülen wird.
KI-Systeme werden eine Kluft entstehen lassen zwischen den Menschen, die sie richtig anwenden und jenen, die das nicht tun. Wer sich durch den gezielten Einsatz von KI-Systemen bildet und weiterbildet, kann in Gedankenwelten vorstoßen, die den meisten noch vor wenigen Jahren einfach nicht zugänglich waren; kann sich Wissen aneignen, wie es ohne KI nicht möglich wäre. Wer hingegen KI-Systeme als Denk-Ersatz-Maschinen verwendet, wird kognitiv abstumpfen. Das Gute ist: Wir können uns alle selbst aktiv entscheiden, zu welcher Gruppe wir gehören wollen. Diese Entscheidung gilt es vielleicht in der Zukunft zu treffen, eigentlich aber schon jetzt. Denn seit Sommer 2025 gibt es KI-Systeme, die so leistungsfähig sind, dass sie uns einen Übertritt in die nächste Nutzungsphase erlauben – vom einfachen Verwenden von Chatbots hin zur Verbesserung (und Vermehrung) der eigenen Skills.
Was brauchen wir? KI-Kompetenz und Fachkompetenz in unseren Bereichen.
Im Firmenumfeld hängt es stark von der Branche ab, was die nächsten Jahre bringen werden. Gesundheitszentrum, Frisiersalon, Installationsbetrieb? Gratuliere, Sie werden durch KI-Systeme nicht ersetzt werden können. Im Gegenteil, Sie werden davon profitieren. Weil Sie Ihr Kerngeschäft wie bisher ausüben können und für die notwendigen Nebenleistungen wie Buchhaltung und Beratung weniger Ressourcen aufwenden müssen. Sie können die KI-Transformation gemütlich angehen.
Marketingagentur, Dolmetsch-Service, Steuerberatungskanzlei? Auf Sie kommen große Veränderungen zu, Ihr Unternehmen wird in zehn Jahren völlig anders aussehen als heute. Sie müssen schnell sein, im besten Fall schneller als der Mitbewerb. Die Arbeit, die heute zehn Menschen erledigen, wird in einigen Jahren von sieben Menschen erledigt werden können oder von fünf oder von drei.
Versicherungsgesellschaft? Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird es Ihr Unternehmen in zehn Jahren gar nicht mehr geben, es wird vollständig durch KI-Systeme ersetzt worden sein. Genau das ist zumindest, was Tech-Konzerne wie OpenAI ihren Investoren versprechen: das Ersetzen von ganzen Firmen, nicht etwa von einzelnen Mitarbeitenden. Oder wie sonst sollen die Hunderten Milliarden Dollar der Investoren wieder an diese zurückfließen? Durch mein Abo um 30,– EUR im Monat? Das wird sich nicht ausgehen.
Wie profitieren Unternehmen von KI-Strategien?
Führungskräfte werden entscheiden müssen, welche KI-Strategie zu ihrer Branche, ihrer Unternehmensgröße, ihrem Marktanteil passt. Dazu brauchen sie KI-Know-how. Nicht technisches, sondern allgemeines – ein Verständnis dafür, was da gerade passiert. Sie sind es vielleicht gewohnt, sich in einer mitunter schwierigen Sandwich-Position zu befinden, aber KI verstärkt auch diese Herausforderung. Von oben prasseln Wunschvorstellungen auf sie ein (Einsparungen und Produktivitätssteigerungen, die ein Vorstandsmitglied bei einem KI-Vortrag demonstriert bekommen hat), von unten drängen die einen Mitarbeitenden auf die Nutzung von unbekannten KI-Tools aus dem Internet, während andere den Einsatz von KI generell ablehnen. Energieverbrauch, Ethik, Moral, Datenschutz und -sicherheit, Bias, Faktentreue? Hilfe!
Fazit
Was also tun? Siehe oben. Die eigene KI-Kompetenz aufbauen. Behutsam und überlegt, aber heute damit beginnen und nicht erst morgen. Es geht darum, die Technologie verstehen zu lernen, anstatt von einem Tool zum nächsten zu hetzen. Aktuell, im Frühjahr 2026, bedeutet das: Die Chat-Eingabezeilen hinter sich lassen und KI-Systeme einsetzen, die nicht nur Arbeit abnehmen, sondern auch ins Staunen versetzen und den eigenen Horizont erweitern.
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Gernot Winter ist Gründer der Superintelligenz GmbH, Lehrbeauftragter für Conversational Artificial Intelligence an der FHWien, Keynote-Speaker und Verleger (Magazin TRAiNiNG). Er setzt sich dafür ein, dass die positiven Veränderungen durch KI gefördert und die negativen möglichst verhindert werden.
Bildcredits: © InfiniteFlow | stock.adobe.com (Header), © Fotostudio Mayer mit Hut (Portrait G. Winter)