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Wer sich frühzeitig mit den eigenen Finanzen auseinandersetzt, schafft sich mehr Sicherheit, Freiheit und Selbstbestimmung. Das gilt besonders für Frauen. Tamara Albrecht, Expertin für Finanzbildung und WIFI-Trainerin, weiß, warum sich Frauen beim Vermögensaufbau oft schwer tun und wie das Einsteigen am besten gelingt.
Warum ist das Thema Geldanlage speziell für Frauen ein wichtiges Zukunftsthema?
Tamara Albrecht: Frauen leben im Durchschnitt länger, verdienen aber oft weniger und beziehen durch Auszeiten oder Teilzeitjahre geringere Pensionen. Finanzielle Eigenständigkeit ist daher entscheidend, um Altersarmut vorzubeugen und Unabhängigkeit zu sichern. Geldanlage ist die Basis für Selbstbestimmung.
Welche typischen Hürden oder Vorbehalte haben Frauen beim Investieren?
Viele Frauen unterschätzen ihr Wissen und trauen sich in Finanzfragen weniger zu. Nicht wenige glauben, man müsse ein Studium oder jahrelange Erfahrung mitbringen, um an der Börse erfolgreich zu sein. Zudem fehlt oft das Selbstvertrauen, da die Sorge besteht, beim Investieren könne man alles verlieren. Viele Frauen denken, sie müssten täglich Aktienkurse verfolgen und hätten dafür im Alltag keine Zeit. Sie investieren oft zögerlicher, schieben Entscheidungen auf oder beginnen gar nicht erst – obwohl bereits kleine Schritte und ein grundsätzliches Verständnis ausreichen.
Welche Anlagestrategien sind besonders geeignet für Einsteigerinnen, die langfristig Vermögen aufbauen wollen?
Breit gestreute ETFs oder Fonds-Sparpläne sind ein guter Einstieg. Sie ermöglichen mit regelmäßigen Beträgen den Vermögensaufbau über viele Jahre. Entscheidend ist dabei nicht das perfekte Timing, sondern die Konstanz.
Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufig für Kinderbetreuung oder Pflege. Wie ist finanzielle Stabilität trotz solcher Phasen gesichert?
Frühzeitige Planung ist der Schlüssel. Flexible Sparpläne, private Rücklagen und faire finanzielle Vereinbarungen innerhalb on Partnerschaften können zusätzlich helfen. Ebenso wichtig sind Weiterbildung und Netzwerke, um nach Pausen leichter wieder Fuß zu fassen.
Wie kann man auch mit geringerem Einkommen sinnvoll investieren?
Selbst kleine Beträge zwischen 25 und 50 Euro im Monat können über die Jahre einen Unterschied ausmachen. Ausschlaggebend ist es, regelmäßig zu investieren und die eigenen Finanzen im Blick zu behalten. Das Ziel sollte sein, einen Ertrag über der Inflation zu erzielen.
Welche Fehler beobachten sie am häufigsten, wenn es um Vorsorge und Investments geht?
Zu starkes Zögern, zu viel Geld auf dem Girokonto und zu wenig Risiko in jungen Jahren. Viele Frauen verlassen sich bei Finanzentscheidungen auf den Partner – dabei ist gerade das eigene Engagement wichtig für Sicherheit und Freiheit.
Wie hat sich das weibliche Interesse an Finanzthemen im Laufe der Jahre verändert?
Sehr positiv! Immer mehr Frauen informieren sich aktiv, tauschen sich in Netzwerken aus und nutzen Podcasts, Blogs oder Social Media, um Finanzwissen aufzubauen. Geld ist heute viel stärker ein Teil weiblicher Selbstbestimmung als noch vor zehn Jahren. Das freut mich sehr!
Welchen rat würden sie jeder Frau mit auf den Weg geben, die ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen möchte?
Fangen Sie heute mit Finanzbildung an. Jede Frau kann lernen, ihr Geld selbstbestimmt zu managen – und genau das ist der erste Schritt in echte Unabhängigkeit.
Tamara Albrecht ist Kapitalmarktexpertin, Lektorin und gewerbliche Vermögensberaterin. Als Finanzexpertin mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der österreichischen Bankenwelt hat die Gründerin des Unternehmens „Geldsache by Tamara Albrecht“ sich zum Ziel gesetzt, Wissen sowie ihre Leidenschaft für die Themen Finanzen, Börse und Investieren vor allem an Frauen weiterzugeben.
Bildcredits: © m.mphoto | stock.adobe.com (Header), © weinwurm-fotografie.at (Portrait T. Albrecht)
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