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Lernen & Leben

Die Kunst, digitale Lernräume lebendig zu gestalten

Online-Meetings, Webinare und digitale Trainings gehören längst zum Arbeitsalltag. Doch warum fühlen sich viele dieser Formate anstrengend, unpersönlich oder wenig inspirierend an? In der 60. Episode von 97 Der WIFI Wien Podcast spricht Marlene Vukmanic darüber, was gute Lernräume ausmacht und warum erfolgreiche Wissensvermittlung weit mehr ist als die richtige Technik.

Wer schon einmal in einem Online-Meeting nebenbei E-Mails beantwortet oder gedanklich abgeschaltet hat, wird sich in vielen ihrer Beobachtungen wiederfinden. Die Folge zeigt, wie Lernen und Zusammenarbeit auch digital lebendig, wirksam und menschlich gestaltet werden können.

Warum Präsenz nicht von der Technik abhängt

Viele digitale Formate scheitern nicht an der Technik, sondern an der Gestaltung des gemeinsamen Raums. Marlene Vukmanic beobachtet, dass Online-Meetings oft ohne Ankommen beginnen: Kamera einschalten, Bildschirm teilen, Agenda abarbeiten. Was im Präsenzraum ganz selbstverständlich passiert – Small Talk, Orientierung, Kontaktaufnahme – fällt online häufig weg.

Dabei ist genau diese Ankommensphase entscheidend. Menschen lernen besser, wenn sie sich wahrgenommen fühlen und sich aktiv einbringen können. Wer digitale Lernräume gestaltet, sollte daher bewusst Zeit für Verbindung schaffen. Nicht als nette Ergänzung, sondern als Grundlage für Aufmerksamkeit, Beteiligung und nachhaltiges Lernen.

Lernen beginnt mit Beziehung

Ein zentrales Thema der Podcastfolge ist die Frage, wie echte Präsenz entsteht. Für Marlene Vukmanic bedeutet Präsenz weit mehr, als nur online eingeloggt zu sein. Es geht darum, wirklich im Moment zu sein – als Trainerin ebenso wie als Teilnehmer:in.

Dafür braucht es Vertrauen, Offenheit und manchmal auch den Mut zur Unperfektion. Wer als Vortragende:r authentisch auftritt, eigene Erfahrungen teilt und Raum für Austausch schafft, erleichtert es anderen, sich ebenfalls einzubringen. Gerade in digitalen Settings wird diese menschliche Komponente oft unterschätzt, obwohl sie entscheidend dafür ist, ob Inhalte tatsächlich ankommen.

Beteiligung statt Dauerbeschallung

Die Episode macht deutlich, dass erfolgreiche Lernprozesse selten durch reine Wissensvermittlung entstehen. Menschen lernen besonders dann gut, wenn sie aktiv beteiligt sind, Erfahrungen machen und Verantwortung übernehmen können.

Statt möglichst viele Inhalte in kurzer Zeit zu vermitteln, plädiert Marlene Vukmanic für mehr Interaktion, Reflexion und gemeinsames Gestalten. Digitale Werkzeuge können dabei unterstützen – vorausgesetzt, sie werden bewusst eingesetzt. Nicht die Anzahl der Tools entscheidet über den Erfolg eines Formats, sondern die Frage, welchen Zweck sie erfüllen und wie sie die Zusammenarbeit fördern.

Technologie als Unterstützung für das Menschliche

Auch das Thema Künstliche Intelligenz kommt in der Podcastfolge zur Sprache. Marlene Vukmanic sieht KI vor allem als Werkzeug, das Menschen entlasten kann. Routineaufgaben lassen sich automatisieren, administrative Tätigkeiten vereinfachen und Prozesse effizienter gestalten.

Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch dort, wo die gewonnene Zeit wieder für das genutzt wird, was Technologie nicht ersetzen kann: Begegnung, Kreativität, Empathie und gemeinsames Lernen. Gerade deshalb gewinnt die Fähigkeit, inspirierende Lern- und Arbeitsräume zu schaffen, in Zukunft weiter an Bedeutung.

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Jetzt reinhören: Welche Rolle Präsenz, Neugier und Menschlichkeit für erfolgreiches Lernen spielen und warum gute Online-Formate weit mehr brauchen als eine stabile Internetverbindung, erfahren Sie in der vollständigen Podcastfolge mit Marlene Vukmanic

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Marlene Vukmanic ist Storemanagerin, Trainerin und Innovationsmanagerin – mit einer außergewöhnlichen Reise von der Informatik über Design bis hin zur sozialen Innovation. Sie begleitet seit über 15 Jahren Menschen in Workshops, Events und digitalen Lernformaten. Mit einem Hintergrund in Informatik, Informationsdesign und Innovationsmanagement verbindet sie technisches Verständnis mit einer klar menschenzentrierten Haltung. Hauptberuflich ist sie Store Managerin bei BOLIA in Graz. Zusätzlich arbeitet sie selbstständig, unterrichtet am WIFI Wien sowie an der FH JOANNEUM und begleitet den Inno Circle der Österreich Werbung.

Bildcredits: © Andrey Popov - stock.adobe.com (Header)

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