Ihre Vorteile im Überblick
Mit einer Registrierung bei myWIFI können Sie Ihre Kontaktdaten und Ihr Profil ändern und jederzeit einen Überblick über Ihre WIFI-Kurse und Prüfungsergebnisse abrufen.
LOGIN / REGISTRIERUNG
Link kopieren
Link kopiert
Sprechen am Handy ist out, wenn es nach der GenZ geht. Laut Studien soll jede:r Zweite zwischen 1995 und 2010 Geborene eine Aversion gegen das Telefonieren haben. Die Gründe sind vielfältig, wie Expertin Michaela La Marca weiß. Sie gibt Tipps für eine neue Telefonie-Routine.
Die besonders bei jungen Menschen beobachtete Zurückhaltung beim Telefonieren ist die Folge des veränderten Kommunikationsverhaltens der letzten Jahre, wie die Unternehmensinhaberin von Die Ausbilder:innen by La Marca e.U. und Lehrgangsleiterin am WIFI Wien bemerkt: „Die GenZ ist die erste Generation, die digital sozialisiert wurde.“ Wie kommunizieren junge Menschen? Hauptsächlich spontan und asynchron. Auf Chats, Social-Media-Postings und Sprach- oder Videonachrichten muss eben nicht unmittelbar reagiert werden. Anrufe werden daher nur dann getätigt, wenn das Anliegen besonders dringend ist.
Warum Telefonieren für die GenZ oft unangenehm ist
La Marca wirft ein: „Fairerweise muss ich ergänzen, dass diese ‚Telefonabneigung‘ auch in den Generationen davor bereits Thema war. Die Unsicherheit im Umgang mit der synchronen Kommunikation kennt man. Heute liegt sie jedoch nicht in der geringen Nutzung des Telefons als Informationsquelle begründet, sondern darin, dass junge Menschen es gewöhnt sind, ihre Aussagen revidieren zu können.“ Die Expertin erklärt weiter: „Chats können verändert, Sprachnachrichten gelöscht und Antworten überdacht werden. Beim Telefonieren in Echtzeit ist dies nicht möglich. Das führt zur Unsicherheit und Sorge, etwas falsch zu machen, sich zu blamieren oder keine Antwort parat zu haben.“
Telefonkompetenz: Warum sie im Berufsleben zählt
Welche psychologischen oder kommunikativen Faktoren erschweren den Griff zum Handy? Neben der Angst, auf Fragen nicht befriedigend zu antworten, sind es der Zeitdruck, sofort reagieren zu müssen, und die mangelnde „Telefonier-Routine“. Doch auch die GenZ kann vor dem Thema Telefonieren nicht davonlaufen: „Vor allem im beruflichen Kontext ist die Telefonkommunikation (noch) nicht wegzudenken, da die Vorteile in Beratungssituationen und bei Abstimmungen überwiegen“, betont die Expertin. Anrufe reduzieren Missverständnisse und stellen eine persönlichere Verbindung her.
Telefonieren leicht gemacht
Jede:r kann lernen, selbstbewusst zu telefonieren. Einfach ausprobieren, sich darauf einlassen und sich über alles freuen, was passiert: Das rät die Expertin und gibt den Tipp, beim Telefonieren auf die eigene Mimik zu achten. Denn: „Das Gegenüber kann mein Lächeln hören.“ Jedes Gespräch hat ein Ende, im besten Fall aber ein gutes. Hierfür hat La Marca auch die passende Schlussfloskel parat: „In keinem gelungenen Telefonat darf der Satz fehlen: ,Danke für das nette Gespräch!‘
Telefonieren lernen: die besten Tipps und Übungen
- Reflexion: Warum telefoniere ich nicht gerne?
- Selbsterfahrungen in sicherem Rahmen: Das kann etwa eine kurze Online-Einheit ohne Kamera sein, wo das Augenmerk auf paraverbaler (Tonfall, Lautstärke, Sprechtempo) Kommunikation liegt.
- Gesprächsleitfäden: Ein roter Faden sorgt für mehr Sicherheit und Effektivität.
- Rollenspiele: Imitieren Sie realistische Szenarien!
- Mini-Telefonate: Klein starten, indem ich vorgegebene Informationen erfrage.
- Feedback: Was hat gut funktioniert – und wo kann ich mich noch verbessern?
Michaela La Marca Nach Stationen als HRManagerin, Ausbildungs- und Personalentwicklungsleiterin ist sie heute Eigentümerin der Boutiqueberatung „Die Ausbilder!nnen“ und gibt ihre Expertise als Trainerin und Beraterin weiter. Sie begleitet mittelständische und große Unternehmen bei der Umsetzung von Personalprozessen. In all ihren Tätigkeiten stehen die Teilnehmer:innen und ihr Lernerfolg stets im Fokus.
Bildcredits: © BullRun - stock.adobe.com, © Kevin König (Portrait)
Teilen Sie hier unsere Blog-Seite: